Etwa 150 Teilnehmer:innen versammelten sich am frühen Mittwochabend (18.03.2026) anlässlich des Tags der politischen Gefangenen auf dem Platz der Matrosen am Hauptbahnhof zu einer Demonstration unter dem Motto „Freiheit für alle politischen Gefangenen – gemeinsam gegen ihre Repressionen!“. Zu der Veranstaltung hatte ein Bündnis verschiedener linker Gruppen aufgerufen.




Auf einer ausgedehnten Auftaktkundgebung sprachen die Autonome Antifa Koordination Kiel, die Turboklimakampfgruppe Kiel, die Rote Hilfe OG Kiel sowie das Offene Treffen für Feminismus, Antifaschismus und Frieden. Die inhaltlichen Schwerpunkte behandelten die Zunahme staatlicher Represion bis hin zu Knast gegen spezifische Teilbereichkämpfe wie Antifa, Klimagerechtigkeit und Internationalismus sowie den 18. März als Tag mit über 100-jähriger Tradition, an dem die linke und revolutionäre Bewegung die Solidarität mit ihren Gefangenen gebündelt in die Öffentlichkeit trägt.





Anschließend bewegte sich der Demozug etwa eine Stunde über Sophienblatt, Andreas-Gayk-Straße und Lorentzendamm die Bergstraße hinauf und zog durch die Mittelstraße, den Knooper Weg und den Kleinen Kuhberg zum Europaplatz. Auf halber Strecke erleutchtete eine Pyroeinlage die Abenddämmerung und am Exerzierplatz begßte ein kleines Feuerwerk die Demonstrant:innen. Mit lautstarken Parolen, Flugblättern und gelegentlichen Lautsprecherdurchsagen wurde der politische Hintergrund vielschichtig in den Innenstadtbereich getragen.




Auf der Abschlusskundgebung wies Young Struggle Kiel auf sexualisierte Gewalt als Mittel staatlicher Repression insbesondere in Knästen und im internationalen Maßstab hin, der Frauen und queere Personen in besonderer Weise ausgesetzt sind. Abschließend ordnete die @initiativegemeinsamkaempfen die wachsende Bedrohung durch Haftstrafen, die die gesamte systemantagonistische Linke in der BRD betrifft, in den Fortschreitenden autoritären Umbau von Staat und Gesellschaft ein und schloss mit einem Grußwort des gefangenen Genossen Nico aus Stuttgart. Danach wurde die Demonstration planmäßig aufgelöst und blieb somit an diesem Tag von polizeilicher Repression unbehelligt.


