Etwa 20 Antifaschist:innen beteiligten sich am frühen Sonntagnachmittag (18.01.2026) an einer Kundgebung vor dem Mercator Hotel in Itzehoe, in welchem zu diesem Zeitpunkt der Neujahrsempfang der CDU Schleswig-Holstein stattfand. Trotz der parallel stattfindenden Neugründung der schleswig-holsteinischen AfD-Jugend („Generation Deutschland“) in Neumünster, gegen die es kurzfristig eine breite parallele Mobilisierung gegeben hatte, ließen es sich einige Antifas nicht nehmen, im Rahmen der Aktionswoche für die in Ungarn inhaftierte Antifaschist:in Maja das Stelldichein der Landes-CDU zu stören. Hintergrund war der hohe Besuch des Bundesaußenministers Johann Wadephul, dem unmittelbar zuständigen Amtsinhaber für die seit Langem geforderte Rückholung Majas.




Auch wenn Wadephul selbst sich in seiner dicken Limousine direkt zum Hintereingang kutschieren ließ, konnte in Redebeiträgen der Antifaschistischen Gruppen aus Schleswig-Holstein und der Family and Friends aus Hamburg darauf aufmerksam gemacht werden, wie grauenhaft Majas Situation weiterhin ist und welche Verantwortung Wadephul daran trägt. In einem weiteren Redebeitrag der Turboklimakampfgruppe Kiel wurde beleuchtet, dass es deshalb keinesfalls eine Option sein kann, nur mit dem Finger auf rechtsautoritär regierte Staaten wie Ungarn zu zeigen, sondern es auch die repressiven Entwicklungen hierzulande zu bekämpfen gilt.



Nach rund einer Stunde packten die Antifaschist:innen ihre Sachen, nachdem kein:e CDU-Besucher:in unbehelligt an der Protestkundgebung vorbeigekommen war. In den kommenden Wochen wird das Urteil gegen unsere Genoss*in Maja erwartet. Haltet Augen und Ohren offen für weitere Ankündigungen solidarischer Aktionen und werdet selbst aktiv.


