Keine Ruhe für Wadephul in Itzehoe: Bringt Maja zurück!

Etwa 20 Antifaschist:innen beteiligten sich am frühen Sonntagnachmittag (18.01.2026) an einer Kundgebung vor dem Mercator Hotel in Itzehoe, in welchem zu diesem Zeitpunkt der Neujahrsempfang der CDU Schleswig-Holstein stattfand. Trotz der parallel stattfindenden Neugründung der schleswig-holsteinischen AfD-Jugend („Generation Deutschland“) in Neumünster, gegen die es kurzfristig eine breite parallele Mobilisierung gegeben hatte, ließen es sich einige Antifas nicht nehmen, im Rahmen der Aktionswoche für die in Ungarn inhaftierte Antifaschist:in Maja das Stelldichein der Landes-CDU zu stören. Hintergrund war der hohe Besuch des Bundesaußenministers Johann Wadephul, dem unmittelbar zuständigen Amtsinhaber für die seit Langem geforderte Rückholung Majas.

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23 Jahre nach den Mordanschlägen von Mölln: Gedenkkundgebung in Gaarden

Anlässlich des Jahrestags der rassistischen Mordanschläge von Mölln 1992 versammelten sich am kalten Sonntagnachmittag (23.11.2025) bis zu 80 Antifaschist:innen auf dem Bahide-Arslan-Platz in Kiel-Gaarden. Parallel zu den Gedenkaktivitäten der Familien Arslan und Yilmaz in Mölln rief der Runde Tisch gegen Rassismus und Faschismus wie mittlerweile jedes Jahr auch zu einer Gedenkkundgebung in Kiel auf.

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Erneuter faschistischer Angriff auf die Alte Meierei – seid wachsam und solidarisch!

Wir dokumentieren eine Erklärung der Bewohner:innen sowie des Nutzer:innenplenums der Alten Meierei:

In der Nacht zu Sonntag, 12.10.2025, wurde der Wohnbereich der Alten Meierei erneut Ziel eines rechten Angriffs: Abermals wurde hier ein Fenster im Erdgeschoss eingeworfen. Auch wenn glücklicherweise keine Person physisch verletzt worden und der Schaden überschaubar geblieben ist, müssen wir den Vorfall ernst nehmen. Es ist schon das zweite Mal in diesem Jahr, dass die Alte Meierei auf diese Weise angegriffen wurde, bereits im Januar flog ein Stein in ein Fenster des Wohnbereichs. Noch am Sonntagmorgen ist bei den Bewohner:innen diesmal zudem ein anonymes Bekenntnis per e-Mail eingegangen, das keinen Zweifel an einem faschistischen Hintergrund der Tat zulässt und in deutlichen Worten weitere Gewalttaten androht.

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Freiheit für Hanna – Antifa verteidigen!

Am heutigen Freitag erwartet unsere Genossin Hanna aus Nürnberg ihr Urteil vorm OLG München. Hanna wird im Rahmen des Budapest-Komplex vorgeworfen, beim „Tag der Ehre“ in Ungarn zusammen mit weiteren Antifaschist:innen militant gegen Neonazis vorgegangen zu sein und sitzt deshalb seit 1 1/2 Jahren in Untersuchungshaft. Trotz mangelnder Beweise und konstruierter Vorwürfe droht ihr nun eine Verurteilung zu mehreren weiteren Jahren Haft.

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Gemeinsam gegen Medienhetze und Öffentlichkeitsfahndung!

Solidarität mit den untergetauchten Antifaschist:innen – für einen ungebrochen aktiven Antifaschismus!

Ende September veröffentlichten die Onlineportale der öffentlich-rechtlichen Sender NDR und WDR einen Beitrag zur „steigenden Zahl untergetauchter Linksextremisten“. Was als Sachinformation gekennzeichnet war, entpuppte sich beim Lesen sehr schnell als ausführlicher Hetzartikel gegen Antifaschist:innen, denen vorgeworfen wird, in Thüringen und Sachsen, sowie in Budapest organisiert und militant gegen Nazis vorgegangen zu sein. Der initiale Artikel wurde schnell von weiteren Medien, wie etwa der Tagesschau, aufgegriffen. Unisono wurde dabei notwendige antifaschistische Praxis gegen militante Nazinetzwerke in die Nähe von Terrorismus gerückt und so delegitimiert und kriminalisiert. Völlig falsch ist dabei auch die aus der Luft gegriffene Gleichsetzung von antifaschistischen Gruppen und militanten Aktionszirkeln.

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Starke antifaschistische Solidarität zum Prozessauftakt gegen den Täter von Henstedt-Ulzburg

Über 100 Antifaschist*innen versammelten sich am Montagmorgen (03.07.2023) vorm Landgericht in Kiel zur Kundgebung am ersten Prozesstag gegen Melvin Sch., Täter der rechten und rassistischen Autoattacke von Henstedt-Ulzburg aus dem Oktober 2020. Einige von ihnen waren aus anderen Städten angereist, teils aus dem europäischen Ausland.

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Vor dem Prozess gegen Melvin Sch.: Antifa-Demo am Tatort Henstedt-Ulzburg

Etwa 200 Antifaschist*innen aus ganz Schleswig-Holstein und Hamburg demonstrierten am Samstag (24.06.2023) im Vorfeld des Prozesses gegen den Täter Melvin Sch. vom Landgericht Kiel am Tatort Henstedt-Ulzburg ihre Solidarität mit den Betroffenen der rechten und rassistischen Auto-Attacke vom Oktober 2020. Die Demonstration, zu der das Bündnis Tatort Henstedt-Ulzburg und das Hamburger Bündnis gegen Rechts (HBgR) aufgerufen hatten, startete am frühen Nachmittag am Bahnhof, zog anschließend vorbei am Bürgerhaus durch den Ort und endete wieder am Ausgangspunkt. Ein am Rande der Demo pöbelnder Faschist konnte abgedrängt werden.

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Über 100 Leute bei spontanem Fest der Solidarität vorm Li(e)ber Anders

  • Über 100 Leute bei spontanem Fest der Solidarität vorm Li(e)ber Anders
  • Weitere Aktionen gegen Naziterror und Rechtsruck geplant
  • Polizei sieht keine Hinweise auf rechten Anschlag

Nachdem es in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch zu einem von rechten Täter_innen verübten Brandanschlag auf die Fassade des Li(e)ber Anders in Kiel-Gaarden kam, öffnete der linke Laden bereits am Donnerstag wieder seine Türen und lud zu einem Fest der Solidarität ein. Dem spontanen Aufruf folgten über 100 Leute um ihre Solidarität auszudrücken und bei warmen Getränken und Snacks weitere Informationen über die Geschehnisse zu erhalten. Unter die Anwesenden mischten sich auch Anwohner_innen aus der Straße und dem Stadtteil, die mittels Flugblätter über den Anschlag in Kenntnis gesetzt und zum Kennenlernen in den Li(e)ber Anders eingeladen wurden. In einer Ansprache bekräftigten Aktivist_innen des Ladenprojekts sich auf keinen Fall von dieser Aktion einschüchtern zu lassen und die Arbeit als offenes Stadtteilprojekt weiterhin fortzusetzen. Kraft dafür geben zahlreiche Solidaritätsbekundung, die den Li(e)ber Anders nach dem Anschlag erreichten, sowohl von Anwohner_innen als auch anderen lokalen Projekten bis hin zu bundesweiten und sogar internationalen Initiativen, etwa aus Manchester oder Barcelona.

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