Bargteheide gegen Patriarchat und Nazi-Angriffe

Am Sonntag (22.03.2026) fand in Bargteheide im Rahmen der feministischen Wochen 2.0 eine Kundgebung mit etwa 200 Teilnehmer:innen statt. Diese richtete sich sowohl gegen die alltäglichen patriarchalen Zustände, als auch gegen die zunehmenden Angriffe von Neonazis auf lokale Strukturen und Aktivist:innen in Bargteheide.

In Redebeiträgen wurde die Vielzahl an Feminiziden und die umfassende Unterdrückung von Frauen, Lesben, Inter-, Nicht-binären, Trans- und Agender-Personen thematisiert und das Ende jeglicher patriarchaler Gewalt gefordert.

Die Kundgebung richtete sich zudem gegen die Bedrohungen und Überfälle von Faschist:innen in den letzten Wochen in Bargteheide. Entschlossen wurde sich mit den Aktivist:innen aus dem Umfeld des AJH Bargteheide, die in den letzten Wochen vermehrt zur Zielscheibe neonazistischer Aktivitäten geworden sind, solidarisiert. Allein in diesem Monat wurden drei Übergriffe auf linke Jugendliche öffentlich gemacht, darunter auch ein Angriff mit Messer und Schusswaffe am 04.03.2026. Im vergangenen Jahr hatte es zudem zwei Brandanschläge auf das örtliche Autonome Jugendhaus gegeben.

Zu der Kundgebung waren auch zahlreiche feministische und antifaschistische Aktivist:innen aus anderen Städten in die Kleinstadt im Kreis Stormarn gereist, um ihre Solidarität mit den Betroffenen auszudrücken und den lokalen emanzipatorischen Strukturen den Rücken zu stärken.