Für den 28.8.10 hatte
linke Antimilitarist_innen aus Kiel eine Aktion zum "Gedenken an
die ermordeten somalischen Piraten" am Laboer Marine Ehrenmal
angekündigt. Am Tag vor der Aktion tauchten in Laboe Plakate auf,
die im bekannten Nazi-Sprech die "Bürger von Laboe" dazu
aufriefen dem "asozialen Abschaum" und "den
ungebetenen Gästen den verdienten Empfang zu bereiten".
Offensichtlich provozierten die Antimilitarist_innen mit ihrer Aktion
nicht nur den Deutschen Marinebund sondern auch die Kieler Neonazis,
die das "Andenken deutscher Kriegshelden" verteidigen
wollten und zu "Keinen Fußbreit den Chaoten!" aufriefen.
Die Aktion der
Antimilitarist_innen verlief störungsfrei und problemlos, etwa 30
Menschen beteiligten sich an dem
"Trauerzug" für die
ermordeten somalischen Piraten. Es tauchte allerdings tatsächlich
auch der kleine Haufen Kieler Neonazis aus dem Umfeld der "AG
Kiel" und NPD auf, welcher vorher schon auf einer
Nazi-Kundgebung
in Rendsburg anwesend war. Die knapp 10 Nazis wurden direkt
von der Polizei in Empfang genommen und weiträumig von den
Animilitarist_innen abgeschirmt. Unter den Nazis befanden sich u.a.
Thomas B. von der "AG Kiel" sowie einige der Kieler
Nachwuchs-AN's.
Nach Beendigung der Aktion
versuchten die Nazis, welche mit zwei Autos unterwegs waren, auf
einer Schnellstraße das Auto einer Person zu bedrängen, die sie
offensichtlich für eine Teilnehmerin der antimilitaristischen Aktion
hielten. Eines der von den Nazis benutzten Autos war das vom Kieler
NPD-Ratsmitglied Hermann Gutsche, welcher auch vorher mit in
Rendsburg war und offensichtlich danach keine Probleme damit hatte,
Fahrer für die Kieler Neonazis zu sein, die an diesem Tag die
Konfrontation mit den antimilitaristischen Aktivist_innen in Laboe
suchten.
Kieler und Rendsburger Nazis auf der Kundgebung in Rendsburg (von antifarendsburg.blogsport.de)