Etwa 20 Antifaschist:innen beteiligten sich am frühen Sonntagnachmittag (18.01.2026) an einer Kundgebung vor dem Mercator Hotel in Itzehoe, in welchem zu diesem Zeitpunkt der Neujahrsempfang der CDU Schleswig-Holstein stattfand. Trotz der parallel stattfindenden Neugründung der schleswig-holsteinischen AfD-Jugend („Generation Deutschland“) in Neumünster, gegen die es kurzfristig eine breite parallele Mobilisierung gegeben hatte, ließen es sich einige Antifas nicht nehmen, im Rahmen der Aktionswoche für die in Ungarn inhaftierte Antifaschist:in Maja das Stelldichein der Landes-CDU zu stören. Hintergrund war der hohe Besuch des Bundesaußenministers Johann Wadephul, dem unmittelbar zuständigen Amtsinhaber für die seit Langem geforderte Rückholung Majas.
„Keine Ruhe für Wadephul in Itzehoe: Bringt Maja zurück!“ weiterlesen1. Mai: Nazis spielen Katz und Maus mit der Polizei
Nach dem die zentrale norddeutsche 1. Mai Demo der Neonazis in Hannover verboten wurde, versuchten sie überall in Norddeutschland Spontandemos durchzuführen, was ihnen jedoch in den meisten Fällen nicht gelang. In Neumünster und Hamburg sammelten sich morgens am 1. Mai größere Gruppen von Faschisten, in Neumünster sprach die Polizei den Nazis Platzverweise für Hannover aus und wollte anscheinend so eine Aktion der Nazis verhindern.
Etwa 150 Nazis schafften es allerdings dann unbemerkt von der schleswig-holsteinischen Polizei sich in Itzehoe zu versammeln und eine kleine Demonstration abzuhalten. Anwesend waren hier auch Kieler Nazis der NPD und der „Aktionsgruppe Kiel“. Im Laufe dessen wurden mehrere GewerkschafterInnen und AntifaschistInnen, die spontan ihren Protest äußerten, von Teilnehmern dieser Demonstration angegriffen.
Am Ende nahm die langsam anrückende Polizei noch etwa 30 Nazis in Gewahrsam.
Dazu ein TAZ-Artikel

