100 Antifaschist:innen fordern: AfD raus aus dem Rathaus!

Insgesamt 100 Antifaschist:innen stellten sich am späten Freitagnachmittag (06.03.2026) einer erneuten Veranstaltung der AfD-Ratsfraktion im Kieler Rathaus entgegen. Wieder einmal betrieben die Behörden einen maßlosen Aufwand, um den Rechten einen möglichst komfortablen Zugang zu gewähren. So war die Waisenhofstraße abermals eingegittert und von Bereitschaftspolizei abgeriegelt.

Kurz nach Beginn der Gegenkundgebung des Runden Tisch gegen Rassismus und Faschismus auf der Rückseite des Rathauses in der Waisenhofstraße, von wo aus die AfD-Anhänger:innen eingeschleust wurden, positionierten sich auch an der Zufahrt Rathausstraße etwa 30 Antifaschist:innen. Die Polizei reagierte rabiat und geradezu lächerlich überzogen auf diese Erweiterung des Protestszenarios und räumte die Straße mit Gewalt. Nichtsdestotrotz blieben Antifas auch auf dieser Seite sichtbar, während sich der eigentliche Kundgebungsort nach und nach immer weiter füllte.

Hier gab es Redebeiträge vom Runden Tisch, der Autonomen Antifa-Koordination, von RA Thomas Jung zum AfD-Verbot, von Ratsherr Florian Wrobel (DIE PARTEI), von Widersetzen Kiel, des Offenen Treffen für Feminismus, Antifaschismus und Frieden sowie der Omas gegen Rechts Kiel. Neben deutlichen Absagen an die wiederholte Vergabe des Ratssaals an die AfD durch die Stadt und jegliche rechte Umtriebe, etwa den AfD-Stand am Folgetag in Neumünster, gab es wiederholt auch klare Positionierungen gegen die Kieler Olympiabewerbung, die die AfD an diesem Tag diskutieren wollte. Zudem wurde mehrfach zu den am Wochenende bevorstehenden vielfältigen 8. März-Aktivitäten in Kiel aufgerufen.

Nach eineinhalb Stunden und dem Ende der Einlassphase wurde die Kundgebung aufgelöst. Gastgeber Hubert Pinto de Kraus und Referent Kurt Kleinschmidt blieben im überdimensionierten Ratssaal derweil in überschaubarer Runde. Insgesamt dürften sich keine 20 Besucher:innen bei der AfD eingefunden haben.