Heute Morgen fand vor den „Beruflichen Schulen
am Königsweg“ in Kiel ein Naziouting statt. Seit Anfang dieses
Schuljahres besucht hier der bekannte Kieler Neonazi Svante Kürschner
die Klasse der Sozialpädagogischen AssistentInnen. Folgender Text wurde
verteilt:
(Quelle: http://de.indymedia.org/2009/10/264371.shtml)
Nazis aus der Anonymität holen: Svante Kürschner outen!
Wie
Ihr vielleicht schon gehört habt, befindet sich seit diesem Schuljahr
in der BFPU2 (Unterstufe der „Sozialpädagogischen AssistentInnen“) mit
Svante Kürschner ein Neonazi an den „Beruflichen Schulen am Königsweg“.
In seiner Klasse nimmt er den Posten des stellvertretenden
Klassensprechers ein.
Svante Kürschner bewegt sich seit Jahren in
der organisierten rechten Szene. Dort bewegt er sich zum einen in der
NPD, steht aber auch in Verbindung mit der Jugendorganisation der DVU
„Junge Rechte“. Hier wurde er am 5. Juli 2009 auf deren
Gründungstreffen zum stellvertretenden Vorsitzenden aufgestellt. Zum
anderen ist Svante Kürschner in der Szene der „Freien Kameradschaften“
bzw. “Autonomen Nationalisten“ aktiv, welche nicht mehr im Style der
althergebrachten Stiefelnazis daherkommen, sondern sich bewusst neutral
und modern geben. Dies erleichtert ihnen das politische Handeln fernab
von klassischen Nazi-Klischees, da sie auf dem ersten Blick oft nicht
mehr als Nazis wahrgenommen werden können. Dies äußert sich auch im
Aufgreifen von aktuellen politischen Themen wie z.B. Hartz4,
Kindesmissbrauch oder ihre vermeintliche Gesellschaftskritik.
Trotz
alledem hat sich nichts an ihren Aktionsformen geändert: So wird auch
und vor allem hier ein so genannter „Kampf um die Straße“ propagiert,
wobei Gewalttätigkeit ihr politisches Mittel bleibt. Diese
Gewalttätigkeit äußert sich insbesondere in Übergriffen und
Einschüchterungsversuchen gegenüber allen Menschen, die nicht in ihr
neonazistisches Weltbild passen, z.B. Migrant/innen, Homosexuelle oder
Nazigegner/innen.
Svante Kürschner würde mit dem Abschluss der
Ausbildung zum „Sozialpädagogischen Assistenten“ trotz seines
menschenverachtenden Weltbildes die Lizenz bekommen, jederzeit im
sozialen Bereich mit Kindern arbeiten können, die nicht selten einen
Migrationshintergrund oder eine geistige und/oder körperliche
Beeinträchtigung haben. Dies ist für uns eine unerträgliche
Vorstellung, würden diese immerhin einer Person ausgesetzt, dessen
Menschenbild sie als minderwertig herabwürdigt. Dieselbe Ideologie ist
letztlich verantwortlich gewesen für die vielen Millionen Todesopfer
Nazideutschlands.
Es liegt an Euch, ob ihm dies ermöglicht wird!
Lasst nicht zu, dass Svante Kürschner sein menschenverachtendes
Weltbild im Schutz seiner Anonymität im Unterricht und auf dem
Pausenhof verbreitet. Entlarvt seine rassistische, antisemitische und
nationalistische Kackscheiße und lasst sie nicht unkommentiert stehen.
Nehmt ihn als das wahr, was er ist: Als einen Neonazi!
Es ist kein
geeigneter Umgang mit Nazis, sie unter dem Vorwand des vermeintlichen
„Integrieren-Wollens“ vor der Isolation in der Klasse bzw. der Schule
zu schützen. Jede/r ist für ihr/sein Verhalten selbst verantwortlich
und es gibt keine Entschuldigung für ein nazistisches Menschenbild, wie
Svante Kürschner es vertritt.
Unterstützt Euch gegenseitig und lasst Mitschüler/innen, die gegen den Neonazi Svante Kürschner vorgehen, nicht alleine!
Kein Raum für Nazis. Nicht an der Schule. Nirgendwo!
Naziouting an den „Beruflichen Schulen am Königsweg“ in Kiel
28.10.09





