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[Kiel] "Der Kuaför aus der Keupstrasse" Filmvorstellung & Diskussion, Hansa48

14.12.17 (19:30)

Filmvorstellung und Diskussion: Der Kuaför aus der Keupstrasse

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Im Mittelpunkt des Dokumentationsfilms „Der Kuaför aus der Keupstrasse“ stehen die Opfer des Nagelbombenanschlags in der Kölner Keupstrasse. Die Bombe detonierte dort am 9. Juni 2004 in der vorrangig von türkisch-deutschen Anwohner_innen bevölkerten Geschäftsstraße und verletzte 22 Menschen, vier davon schwer.
Der Kuaför, ein türkischer Friseursalon, trug die schwersten materiellen Schäden davon. Die Polizei und die ermittelnden Behörden beschuldigten die Opfer selbst, potenzielle Täter_innen mit Verbindungen zur Schutzgeld- und Drogenmafia zu sein. Erst sieben Jahre später wurde der Anschlag auf den rechtsradikalen NSU zurückverfolgt.
2014 griff der Dokumentarfilmer Andreas Maus die Geschehnisse wieder auf und sprach mit den Opfern des Nagelbombenanschlags. Er zeigt auf eindrückliche Weise, wie tiefgreifend der Anschlag, aber auch die rassistischen Verdächtigungen der Betroffenen, das Leben im Kölner Stadtteil Mülheim erschüttert haben.

Wir laden Euch herzlich zur Filmvorführung am 14. Dezember in die hansa48 ein. Wir wollen mit Euch, Karmen Frankl und Andreas Maus über den Film sprechen und gemeinsam erörtern, wie institutioneller Rassismus bei den Ermittlungen und die Kriminalisierung der Betroffenen zusammenhängen und welche Konsequenzen daraus folgen.

Zu Gast sind Karmen Frankl von der Initiative Keupstraße ist überall - Her yer Keup Caddesi und der Regisseur Andreas Maus. Eintritt frei. Wir freuen uns über Spenden


19.30 Uhr / 14. Dezember 2017 / Hansa48 (Hansastr. 48) / Kiel


Eine Veranstaltung der Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP) Kiel unterstützt von Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein und Rosa Luxemburg-Stiftung Schleswig-Holstein.


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