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Termine

[Kiel] Infoveranstaltung "United We Stand - Zum Stand der Repression nach G20", Hansa48

26.10.17

United We Stand - Zum Stand der Repression nach G20

Anfang Juli 2017 erinnerten in Hamburg 100.000 Menschen die Herrschenden auf vielfältige Art und Weise daran, warum sie ihre Gipfeltreffen zur Koordinierung der globalen Ausbeutung besser nicht inmitten einer lebendigen Großstadt ablaufen lassen sollten. Über mehrere Tage trotzten Zigausende dem ausgerufenen Ausnahmenzustand in der Polizeistadt Hamburg, eroberten die Straßen zurück und setzten der Inszenierung der Macht ihren Widerstand gegen Kapitalismus, Krieg, rassistische Abschottung und autoritäre Formierung entgegen.

Nicht nur im Vorfeld und während der Gipfeltage versuchten die staatlichen Repressionsorgane die breite Bewegung gegen die G20 durch Hetze, Hausdurchsuchungen, massive Rechtsbrüche und einen in diesem Ausmaß noch nicht dagewesenen Polizeieinsatz erfolglos zu brechen. Auch im Nachklang will der Staat nun wie zu Erwarten auf dem Rücken einzelner seine offenen Rechnungen begleichen. Immer noch sitzen zahlreiche Genoss*innen insbesondere aus dem Ausland in Untersuchungshaft, das Verbot von Indymedia Linksunten markiert nur die Spitze der Angriffe auf linke Infrastruktur in der BRD, hunderte Ermittlungsverfahren der SOKO "Schwarzer Block" laufen und weitere Hausdurchsuchungen fanden statt. Seit einigen Wochen laufen die ersten Prozesse gegen Aktivist*innen, die teils mit drastischen Verurteilungen zu Haftstrafen endeten. Weitere Gerichtsverhandlungen stehen an.

Das Antirepressionsbündnis United We Stand will den Angriffen der Repressionsorgane auf linke Strukturen im Nachklang des G20 durch geballte Solidarität mit den Betroffenen begegnen. Den aktuellen Stand und das Ausmaß der Repression werden Aktivist*innen aus Hamburg an diesem Abend genauso zum Thema machen, wie die Frage, wie wir uns dagegen wehren können und unsere Genoss*innen nicht alleine lassen.


Donnerstag, 26. Oktober 2017

19.30 Uhr | Hansa48 (Hansastr. 48, Kiel)


Im Rahmen der Veranstaltung soll außerdem für eine große Beteiligung an der nächsten monatlichen Knastdemo zur JVA Billwerder am Sonntag, 5.11. in Hamburg geworben werden. Hierzu wird es eine gemeinsame Anreise aus Kiel geben (Treffen: 12 Uhr Kiel HBF).


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Eine Veranstaltung von Subvertere und Rote Hilfe OG Kiel in Kooperation mit der Rosa Luxemburg-Stiftung Schleswig-Holstein.

unitedwestand.blackblogs.org | g20kielholen.blackblogs.org | kiel.rote-hilfe.de | sh.rosalux.de | www.hansa48.de

[Kiel] Antifa-Café "30 Jahre Antifa in Ostdeutschland - Buchvorstellung", Alte Meierei

09.11.17

Während nicht staatlich organisierte linke und linksradikale Bewegung in den sogenannten Alten Bundesländern schon etwas älter ist gibt es viele Gruppen, Bündnisse und Strukturen in Ostdeutschland noch nicht ganz so lang. Zum 30en Geburtstag „der Antifa“ in Ostdeutschland ist nun im Jahr 2017 ein Buch erschienen. Die Autor*innen entwerfen ein komplexes Porträt von der Entstehung bis zur Gegenwart. Wie sich die Vorläufer*innen heutigen antifaschistischen Engangement innerhalb der DDR organisierten und mit oder gegen diese arbeiteten, werden zwei der Herausgeber*innen in der Novemberausgabe unseres Antifa-Cafés beleuchten.

 

Zum Buch:
Der staatliche und gesellschaftliche Umbruch 1989/90 war ein Markstein für die heutige Antifa-Bewegung. Unter der Annahme einer gemeinsamen widerständigen Geschichte wurde in bisherigen Rückschauen allerdings nur wenig beachtet, dass in Ostdeutschland eine eigenständige Bewegung entstand, die bereits in der ausgehenden DDR ihren Anfang nahm und ein eigenes Profil entwickelte. 30 Jahre nach Gründung der ersten unabhängigen Antifa-Gruppen in der DDR bündelt dieser Band nun erstmals sozial-, kultur- und geschichtswissenschaftliche Analysen. Forscher_innen und Aktivist_innen geben dabei Einblicke in persönliche Handlungsanlässe, gesellschaftspolitische Kontexte und bewegungsinterne Debatten. Die Autor_innen widmen sich den Auseinandersetzungen mit der FDJ und DDR-Staatssicherheit, Raumaneignungen durch Hausbesetzungen und das ambivalente Verhältnis von Antifa-Gruppen in Ost- und Westdeutschland. Es werden biographische Aspekte sowie Verständnisse von Militanz rekonstruiert und eine raumtheoretische Perspektive vorgestellt. Weitere Beiträge besprechen das Theorie-Praxis-Verhältnis politischer Bildung, antifaschistische Gedenkpolitik und die Entstehung der Antideutschen. Abschließend werden Dissens und Chancen von zivilgesellschaftlichen Kooperationen beleuchtet.

 

Interview mit Herausgeber Benjamin Paul-Siewert auf RADIO CORAX (hier hören).

 

Ab 19 Uhr | Alte Meierei (Hornheimer Weg 2, Kiel)


Wie immer gibt es zusätzlich spitzenmäßige vegane Snacks, einen gut gedeckten Progapaganda-Tisch vom Libertären Laden, Infoblock, Klönschnack und kühle Getränke am Tresen. 


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www.altemeierei.de | www.dampfboot-verlag.de



INFORMIEREN - DISKUTIEREN - VERNETZEN UND AKTIV WERDEN