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[Kiel] "Demo für Alle"? Nicht mit uns! Nicht in Kiel! Rathausplatz

13.09.17 (14:30)

„DEMO FÜR ALLE“? NICHT MIT UNS! NICHT IN KIEL!

LET‘S MAKE SOME BEAUTIFUL TROUBLE!


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>> Aufrufflugblatt als PDF

 

Am Mittwoch, 13. September 2017 plant die homo- und transfeindliche „Demo für alle“ im Rahmen einer Deutschland Tour mit dem sogenannten „Bus der Meinungsfreiheit“ auch in Kiel einen Zwischenstopp einzulegen. Um 15 Uhr wollen die Rechtskonservativen mit ihrem orangefarbenen Bus auf dem Kieler Rathausplatz Halt machen, um im Vorfeld der anstehenden Bundestagswahl ein Zeichen zu setzen "für #EhebleibtEhe, für die Zweigeschlechtlichkeit, gegen Gender, Sexualisierung" und noch mehr Mist. Damit befindet sich die Reisetruppe mit ihren Positionen in bester Gesellschaft rechter Akteurinnen wie etwa der AfD. Doch die Reiseplanung hat ihre Rechnung wohl ohne uns gemacht. Wir rufen zu Protesten gegen die geplante Veranstaltung auf. Kommt am 13.9.2017 um 14.30 Uhr auf den Rathausplatz um gemeinsam auf die Straße zu gehen für eine selbstbestimmte Gesellschaft ohne Sexismus, Trans- und Homofeindlichkeit, Rassimus und Nationalismus und gegen den geplanten Auftritt der „Demo für alle“ in Kiel!

 

Was für 'n Quatsch?

Die „Demo für alle“ ist ein Bündnis aus Antifeminist_innen, Konservativen, christlichen Fundamentalist_innen, „besorgten Eltern“ und Nazis, welches als Teil der Proteste gegen eine geplante Reform des Bildungsplanes der rot-grünen Landesregierung in Baden-Württemberg erstmals in Erscheinung getreten ist. Unter dem Motto „Ehe und Familie vor! Stoppt Genderideologie und Sexualisierung unserer Kinder“ und „gegen eine Pädagogik der sexuellen Vielfalt“ fanden in den vergangenen Jahren mehrere Veranstaltungen der selbsternannten Familienschützer_innen statt, um damit gegen eine vermeintliche Kulturhoheit derer, die das Thema sexuelle Vielfalt an bundesdeutsche Schulen getragen haben und weiter dorthin tragen wollen zu protestieren. Ihre Ursprünge hat die Bewegung in Frankreich, wo sie unter dem Slogan „La Manif pour tous“ hunderttausende Menschen gegen die Homo-Ehe und auch das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare auf die Straße brachte. Aufhänger für die jetzige Bustour ist das vom Bundestag Ende Juni verabschiedete Gesetz zur Einführung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare („Ehe für alle“), welches am 1. Oktober 2017 in Kraft tritt und künftig auch gleichgeschlechtlichen Paaren ermöglichen soll eine Ehe zu schließen und die 2001 eingeführte sogenannte eingetragene Lebenspartnerschaft somit ablösen soll.

 

In rechter Gesellschaft

Antifeministische Positionen sind für die rechten und konservativen Bewegungen, die uns dieser Tage in Form von AfD, „Pegida“, „Identitärer Bewegung“ oder eben der „Demo für alle“ begegnen neben deren Rassismus ein grundlegendes ideologisches Moment und ein zentraler Mobilisierungserfolg, da das Thema in vielen gesellschaftlichen Gruppen anschlussfähig zu sein scheint. Dem ultra-reaktionären Familienbild, welches diese Bewegungen vor sich her tragen ist eine homo- und transfeindliche Haltung immanent und die „Demos für alle“ bilden hierbei eine Flanke im neu aufgelegten Kulturkampf rechter Weltanschauungen gegen Freiheit und Selbstbestimmung der sich im Zuge der andauernden Krise des globalen Kapitalismus immer weiter zuspitzt.

 

Für eine befreite, emanzipierte Gesellschaft!

Die „Demo für Alle“ ist ein fundamentaler Angriff auf alle Lebensrealitäten und Menschen, die nicht in die Ideologie einer „natürlichen“ Zweigeschlechterordnung passen. Mit unserem Protest stellen wir uns der Festschreibung starrer Geschlechterrollen entgegen. Wir kämpfen für eine Anerkennung der Vielfalt der Geschlechter und für ein Ende der Pathologisierung und Ausgrenzung von LGBTIQ*-Personen. Wir wollen lieben, wen und wie wir wollen! Wir wollen in einer Gesellschaft ohne Rassismus, Sexismus, Trans- und Homofeindlichkeit und Nationalismus leben. Lasst uns den „Bus der Meinungsfreiheit“ gemeinsam der Stadt verweisen! (*LGBTIQ steht für Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Intersex, Queer)

 

Gemeinsam, entschlossen und solidarisch auf die Straße!

„Demo für Alle“ unmöglich machen - in Kiel und überall!

 

MITTWOCH, 13. SEPTEMBER 2017

Bündniskundgebung / 14.30 Uhr / Rathausplatz / Kiel

 

Unterstützer*innen (Stand 9.9.17): Autonome Antifa Koordination Kiel | ... (Aufruf unterzeichnen? Mail an antifa-kiel[at]riseup.net)

 

www.antifa-kiel.org

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